Machtkampf in Venezuela — Guaidó schließt US-Einsatz gegen Maduro nicht aus

Nächste Runde im Machtkampf Venezuelas: Parlamentspräsident Juan Guaidó (35), der von zahlreichen Ländern bereits als reguläres Staatsoberhaupt anerkannt ist, schließt eine Intervention mit US-Soldaten in dem Land nicht aus.

Er werde „alles Notwendige“ tun, um Menschenleben zu retten, sagte Guaidó am Freitag. Dazu könnte möglicherweise auch der Einsatz von US-Truppen gehören.

Hintergrund: Das Regime von Diktator Nicolás Maduro (56) weiß einen Teil des venezolanischen Militärs hinter sich, droht offen mit Bürgerkrieg und bewaffneten Angriffen auf die Gegenseite. Maduros Sozialisten haben in den vergangenen Jahren zudem Tausende Anhänger bewaffnet und zu Milizen erklärt.

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Maduro, der sich am 10. Januar für eine neue Amtszeit als Präsident vereinigen ließ ohne verfassungsgemäß gewählt zu sein, gibt sich kompromisslos. International geforderte Präsidentschaftswahlen lehnt er ab, das Parlament ließ er entmachten, weil dort seine Gegner die Mehrheit errangen.

Nicht mal Hilfsgüter für die notleidende Bevölkerung lässt der Diktator ins Land. In der kolumbianische Grenzstadt Cúcuta stehen zehn Lastwagen mit rund 100 Tonnen Lebensmitteln, Medizin sowie Hygieneartikel bereit – doch Maduros Truppen blockieren die Tienditas-Brücke nach Venezuela – kein Durchkommen für die dringend benötigten Hilfsgüter.

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Dabei ist die Lage in dem ölreichsten Land der Welt fatal! Die Geschäfte sind größtenteils leer, Stunden vor Öffnung bilden sich Schlangen vor vielen Läden, eine Hyper-Inflation treibt die Preise in die Höhe. Wegen fehlender Devisen kann das Land kaum noch Lebensmittel und Medikamente importieren. Viele Menschen hungern. Rund drei Millionen Venezolaner sind vor dem Elend und der Maduro-Diktatur bereits ins Ausland geflohen.

Karte Flüchtlingsbewegungen aus Venezuela – info.BILD

Die Bevölkerung: genervt! „Maduro soll aufhören, so egoistisch zu sein. Er hat zu essen, er hat Geld. Und jene, die am Boden liegen, interessieren ihn nicht“, sagte etwa die Venezolanerin Eduviges García im Fernsehsender Caracol.

Er will nicht aufgeben! Venezuela-Diktator Maduro am Freitag in Caracas
Er will nicht aufgeben! Venezuela-Diktator Maduro am Freitag in CaracasFoto: JUAN BARRETO / AFP

Angesichts der des zugespitzten Machtkampfs, haben die USA mehrfach eine Intervention in Venezuela nicht ausgeschlossen. US-Präsident Donald Trump (72) halte sich „alle Optionen“ offen, hatte der Nationalen Sicherheitsberater John Bolton (70) Ende Januar gesagt.

Guaidó wird allerdings wohl nur im Notfall auf eine solche Option zurückkommen – etwa wenn Maduros Truppen mit Waffengewalt auf politische Gegner losgehen. Eine US-Intervention sei „ein brisantes Thema“, so der Parlamentschef wörtlich, der als Übergangspräsident freie Wahlen in dem krisengeschüttelten Land abhalten will.

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Guaidó hatte sich am 23. Januar zum Übergangspräsidenten erklärt. Denn: Im Gegensatz zu Maduro wurde er regulär und verfassungsgemäß gewählt. Seitdem tobt ein Machtkampf, beide Lager zeigen sich bei Großdemonstrationen auf der Straße, bei Krawallen zwischen Maduro-Gegnern und der Polizei gab es bereits mehrere Tote.

Die USA, Kanada, die EU und viele südamerikanische Länder haben Guaidó als rechtmäßigen Staatschef anerkannt. Russland, Kuba und das sozialistisch regierte Bolivien stützen dagegen Diktator Maduro.

Источник: Bild.de

Источник: Corruptioner.life

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