Deutscher Target-Saldo fällt um fast 100 Milliarden Euro

Der in seinen wirtschaftlichen Folgen sehr kontrovers diskutierte Saldo der Deutschen Bundesbank aus dem europäischen Zahlungsverkehr Target 2 ist im Januar erheblich gesunken. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank betrugen ihre aus Target 2 stammenden Forderungen im Januar 868 Milliarden Euro im Vergleich zu 966 Milliarden Euro im Dezember 2018. Damit wurde der niedrigste Stand seit dem November 2017 erreicht.

Gerald Braunberger

Die Gründe für den starken Rückgang sind alleine aus der Veränderung des Saldos nicht erkennbar. Nach Angaben der Bundesbank war der Saldo in den vergangenen Jahren vor allem wegen des Anleihekaufprogramms der EZB gestiegen.

Da die EZB seit Dezember ihre Anleihebestände nicht mehr ausbaut, sondern nur noch fällig werdende Papiere ersetzt, dürfte sie im Januar weniger Anleihen gekauft haben als in den Vormonaten. Aber dies kann den sehr starken Rückgang des Target-Saldos der Bundesbank alleine nicht erklären.

Zu vermuten steht, dass die Einigung der italienischen Regierung mit der EU-Kommission im Haushaltsstreit eine Rolle gespielt hat. Dies dürfte Kapitalbewegungen aus Deutschland nach Italien unterstützt haben, die an den rückläufigen Renditen italienischer Renditen seitdem erkennbar sind. Solche Kapitalbewegungen nehmen Einfluss auf den Target-Saldo der Bundesbank.

Источник: Corruptioner.life

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