5:1 beim FSV Mainz 05: Bayer zaubert an Karneval

Das Motto des Fußball-Bundesligaklubs Mainz 05 lautet seit dieser Saison „Egal, unser Traum lebt“. Der Slogan dient bei den selbstironischen Werbekampagnen des Klubs als stete Antwort auf die Klischees von Langeweile oder den geringen Bekanntheitsgrad des Klubs in der großen Fußballwelt. Nach der 1:5-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen am Freitagabend könnte der Spruch helfen, um einen bitteren Arbeit zu verarbeiten und sich der bislang so erfreulich verlaufenen Spielzeit in der Bundesliga zu erinnern.

Daniel Meuren

In einem höchst unterhaltsamen Fußballspiel vor nur 21.000 Zuschauern liefen die Rheinhessen ihrem Gegner mit dessen brillanter Offensivreihe um Julian Brandt, Karim Bellarabi, Kai Havertz und Kevin Volland immer wieder ins offene Messer, auch weil sie sich in ihrer mutigen 3-5-2-Grundordnung nach den erwünschten Balleroberungen viel zu viele einfache Fehler mit Ballbesitz erlaubten. “Wir haben uns für eine mutige Herangehensweise entschieden, aber Leverkusen hat unsere Fehler brutal effektiv ausgenutzt“, sagte Trainer Sandro Schwarz, der mit der Leistung seiner Mannschaft gar nicht mal so unzufrieden war.

Die Werkself brannte aber ein Feuerwerk ab, profitierte von den Mainzer Nachlässigkeiten in der Defensive. Alexander Hack leistete sich schon nach vier Minuten einen Aussetzer, der nach Flanke von Volland und einer Volleyabnahme Bellarabis durch Wendell zum Leverkusener Treffer führte. Die Mainzer glichen zwar umgehend nach einem Brosinski-Eckball und einer Hack-Verlängerung durch Robin Quaison aus (9. MInute), der Leverkusener Sturmlauf war dadurch aber nur kurzzeitig gebremst: Bis zur Pause erhöhten Havertz, Brandt und Bellarabi auf 4:1 und entschieden die Partie somit vorzeitig für die Leverkusener, die Wiedergutmachung betrieben für die Pokalniederlage am Dienstag beim Zweitligaklub 1. FC Heidenheim.

Hatte gut Lachen: In der Bundesliga wirkt sein offensiver Stil – vier Spiele, drei Siege. Bilderstrecke

Dabei hatte die Partie mit gleich zwei Mainzer Ausrufezeichen begonnen: Der aus Luxemburg stammende A-Juniorenspieler Leandro Barreiro stand als Ersatz der verletzt fehlenden Danny Latza und Ridle Baku erstmals bei den Profis auf dem Feld, womit die Mainzer die Zahl der in dieser Spielzeit eingesetzten Eigengewächse auf die bemerkenswerte Zahl von sieben steigerten. Zudem gelang den Rheinhessen auch der erste erfolgsversprechende Angriff des Spiels: Aaron bediente nach kaum 60 Sekunden Jean-Philippe Mateta mustergültig, doch der französische Torjäger scheiterte an Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky.

Share

You may also like...