3:3-Dämpfer für Dortmund — Favre versuchte am Handy, den Sieg zu retten

74 Minuten lang ist es für Lucien Favre (61) ein erholsamer Nachmittag. Dortmunds kranker Trainer bleibt gegen Hoffenheim zu Hause, sieht das Spiel im Fernsehen und Zaubertore seiner Mannschaft. Am Ende steckt ihm die Grippe in den Gliedern und drei Gegentreffer liegen ihm im Magen.

Nach dem 5:7 (nach Elfmeterschießen) am Dienstag im Pokal gegen Werder fabriziert der BVB innerhalb von nur vier Tagen den nächsten Tor-Wahnsinn im eigenen Stadion. 3:3 gegen Hoffenheim nach 3:0-Führung. Zum zweiten Mal in Folge nur unentschieden in der Liga. Kriegt Dortmund jetzt die Titel-Flatter?

Favre ist mittags noch bei der Mannschaft, hält im Hotel die Abschlusssitzung und gibt die Marschroute fürs Spiel vor. Klappt zunächst bestens. Jadon Sancho (18) und Mario Götze (26) erwischen einen Sahnetag. Hoffenheim läuft nur hinterher, bringt in der ersten Halbzeit nicht einen Schuss aufs BVB-Tor.

Paco Alcacer und sein BVB verschenken wichtige Punkte im Meisterkampf
Paco Alcacer und sein BVB verschenken wichtige Punkte im MeisterkampfFoto: Lars Baron / Getty Images

32. Minute: Piszczek lässt auf Sancho prallen. Sein Abschluss ist zu platziert für Torwart Baumann – 1:0.

43. Minute: Witsel schickt Sancho. Dessen Schuss kann Baumann noch abwehren. Götze setzt nach und schiebt den Ball ins leere Tor – 2:0.

66. Minute: Sancho spielt mit der Hacke Doppelpass mit Götze. Der legt quer auf Guerreiro. Der Portugiese schiebt den Ball locker ins Tor – 3:0.

Als Sancho kontert und alleine auf Hoffenheim-Torwart Baumann zuläuft, scheint das Spiel entschieden. Der Engländer scheitert am Pfosten. Im Gegenzug trifft Hoffenheims Belfodil zum 3:1 (75.).

Für Hoffenheim der Startschuss für die irre Aufholjagd. Und Favre kämpft zu Hause per Handy vergeblich, das Unheil noch abzuwenden.

Nach dem Gegentor läuft der Kontakt über Video-Analyst Serdar Ayar (46). Der sitzt auf der Tribüne und funkt die Anweisungen zur Bank. Terzic: „Es war eigentlich wie immer, nur dass wir uns nicht gesehen haben.“

Favre erkennt, dass sein Team schwimmt, vor allem bei hohen Bällen Probleme hat. Sein Wechsel-Befehl in der 82. Minute: Für Götze (1,76 Meter) kommt Toprak (1,87 Meter).

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Aber Hoffenheim drückt weiter, trifft zweimal – ausgerechnet mit Kopfbällen. Kaderabek versenkt eine Grillitsch-Flanke (83.). Belfodil segelt in einen Freistoß von Geiger (87.).

BVB-Verteidiger Julian Weigl: „Dass wir einen 3:0-Vorsprung hergeschenkt haben, ist natürlich sehr ärgerlich. Das darf uns nicht noch mal passieren.“

Hoffenheim setzt seine Serie fort, hat von den letzten 12 Pflichtspielen nur eines gewonnen. Nach dem 3:3 fühlen sich die Kraichgauer trotzdem wie Sieger. Trainer Julian Nagelsmann: „Die Mentalität war sehr gut. Das kann in der Mannschaft etwas freisetzen.“

Источник: Bild.de

Источник: Corruptioner.life

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